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Kickboxen oder MMA? Was den Unterschied ausmacht

Nahaufnahme eines Schlagkombinations-Trainings mit Pratzen im MMA-Käfig.

Kurz gesagt: Kickboxen oder MMA entscheidet sich am Boden. Kickboxen bleibt im Stand, MMA nimmt Clinch und Bodenkampf dazu. Wenn du dir nicht vorstellen kannst, eng am Partner am Boden zu arbeiten, ist Kickboxen dein Kurs. Reizt dich genau das, führt der Weg zu MMA.

Beide Kurse laufen bei uns in Aachen, beide sind Erwachsenenkurse ab 16 Jahren, und beide beginnen bei den Grundlagen. Der Unterschied liegt nicht im Anspruch, sondern in der Zahl der Kampfdistanzen, die du gleichzeitig lernst.

Eine Distanz oder drei?

Kickboxen spielt sich auf Schlag- und Trittdistanz ab. Du lernst Schlag- und Tritttechniken, Deckung, Fußarbeit und Kombinationen und trainierst an Schlagpolstern und Sandsäcken. Der Rahmen bleibt über Jahre derselbe, innerhalb davon wirst du besser.

MMA arbeitet in drei Bereichen: Standkampf mit Schlägen, Tritten und Kniestößen, Clinch, und Boden. Dazu kommt der Übergang zwischen ihnen, der eigentlich schwierige Teil. Ein Takedown ist nicht nur eine Technik, sondern ein Wechsel des ganzen Spielfelds. Techniken für den Boden kommen aus dem Freistilringen und dem Brazilian Jiu-Jitsu, der Standanteil aus Boxen, Kickboxen und Muay Thai.

Kniestoß in der Luft, der Gegner geht in Deckung, kräftiges rot-blaues Ringlicht.
Kickboxen bleibt auf Schlag- und Trittdistanz.

Wie fühlt sich die Lernkurve an?

Im Kickboxen hast du nach vier Wochen ein Gefühl dafür, was du tust. Die Bewegungen sind zählbar, der Fortschritt ist sichtbar, und die Rückmeldung kommt sofort, weil du gegen Pratze und Sack arbeitest.

Im MMA dauert diese Phase länger, weil du drei Bereiche parallel aufbaust. Dafür wird es ab dem Moment sehr interessant, in dem du anfängst, zwischen ihnen zu wechseln. Wer Geduld für diese erste Phase hat, bekommt das vollständigere Bild. Wer schnelle Erfolgserlebnisse braucht, ist im Kickboxen besser aufgehoben und kann später immer noch wechseln.

Wann trainiert welcher Kurs?

MMA in Aachen läuft montags und mittwochs von 19:00 bis 20:30 Uhr. Kickboxen läuft für Anfänger und Mittelstufe dienstags und freitags von 19:00 bis 20:30 Uhr, für Fortgeschrittene und Kämpfer dienstags, donnerstags und freitags von 17:30 bis 19:00 Uhr.

Diese Verteilung ist ein Argument, das oft übersehen wird: Die beiden Kurse liegen an unterschiedlichen Tagen. Die Zeiten beider Kurse stehen im Kursplan. Beachte, dass der Erwachsenentarif ein Training pro Woche umfasst.

Wie viel Körperkontakt und Sparring erwartet dich?

In beiden Kursen gehört Sparring dazu, und in beiden kommt es nicht in der ersten Stunde auf dich zu. Im MMA-Training gilt ausdrücklich: Sparring wird kontrolliert durchgeführt und erst dann eingeführt, wenn du technisch bereit bist. Schutzkleidung und gegenseitiger Respekt sind Pflicht.

Der Unterschied liegt in der Art des Kontakts. Kickbox-Sparring bleibt auf Distanz, MMA-Sparring bedeutet über längere Phasen engen Körperkontakt am Boden. Das ist keine Frage von Härte, sondern von Nähe. Manche stört genau das, andere finden es angenehmer als Schlagabtausch. Wer Körperkontakt ganz vermeiden will, findet in LES MILLS BODYCOMBAT das kontaktfreie Gegenstück.

Praktisch heißt das auch: Im Kickboxen kannst du nach einer schlechten Nacht mitlaufen und trotzdem etwas mitnehmen, weil der Konditionsteil an Pratze und Sack funktioniert. Im MMA fällt das schwerer, weil Bodenarbeit deine volle Aufmerksamkeit verlangt, sobald ein Partner dabei ist.

Ein zweiter Unterschied betrifft die Ausrüstung. Für Kickboxen reichen Handschuhe und Schienbeinschoner lange aus. Im MMA kommen eng anliegende Kleidung und spezielle Handschuhe dazu, damit Greifen möglich bleibt. Für die ersten Termine brauchst du in beiden Kursen nichts davon, Einzelheiten stehen im Beitrag Ausrüstung für Anfänger.

Kickboxen und MMA nebeneinander

Worum es gehtKickboxenMMA
DistanzenSchlag- und TrittdistanzStand, Clinch und Boden
Woher die Techniken kommenSchläge, Tritte, Kombinationen an Pratze und SackStand aus Boxen, Kickboxen und Muay Thai, Boden aus Freistilringen und Brazilian Jiu-Jitsu
Erstes Gefühl für die Sachenach etwa vier Wochenspäter, weil drei Bereiche gleichzeitig wachsen
TrainingszeitenAnfänger und Mittelstufe dienstags und freitags, 19:00 bis 20:30 Uhrmontags und mittwochs, 19:00 bis 20:30 Uhr
Sparringbleibt auf Distanzüber längere Phasen eng am Boden
Ausrüstung späterHandschuhe und Schienbeinschonereng anliegende Kleidung und spezielle Handschuhe

Beides Erwachsenenkurse ab 16 Jahren.

Für welches Ziel passt welcher Kurs?

  • Ausdauer und Schlagkraft: Kickboxen. Schneller Einstieg, sofort spürbare Belastung.
  • Möglichst vollständige Selbstverteidigung: MMA. Wer Stand, Clinch und Boden abdeckt, hat weniger blinde Flecken.
  • Technik sauber lernen, ohne Bodenlage: Kickboxen, ergänzt durch Boxen.
  • Nur der Boden interessiert dich: dann keins von beiden, sondern Bodenkampf und Grappling.
Bodenkampf-Situation: Ein Trainierender kontrolliert seinen Partner am Boden, die Gruppe schaut zu.
Im MMA geht das Sparring über längere Phasen an den Boden.

Kannst du später wechseln?

Du musst dich nicht endgültig festlegen. Unser Training steht unter dem Jeet-Kune-Do-Gedanken: nimm, was funktioniert, und binde dich nicht an einen Stil. Über die Woche verteilt kommen im Erwachsenentraining 27 verschiedene Kampfsport- und Kampfkunstarten zusammen. Wer im Kickboxen anfängt und nach einem halben Jahr merkt, dass ihm der Boden fehlt, kann in den Bodenkampf oder ins MMA wechseln.

Umgekehrt gilt dasselbe: Wer mit MMA anfängt und merkt, dass ihn der Standanteil mehr interessiert, verschiebt den Schwerpunkt ohne Kurswechsel.

Wie MMA als Sportart in Deutschland geregelt ist, steht im Regelwerk der German Mixed Martial Arts Federation, dem nationalen Fachverband.

Kickboxen oder MMA: entscheide nach zwei Abenden

Zwei Probetrainings sind kostenfrei und unverbindlich. Für genau diese Frage sind sie gemacht: einmal Kickboxen, einmal MMA, und danach weißt du, ob dir der Boden liegt.

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Was du mitbringst, steht auf der Seite zum Probetraining. Weitere Gegenüberstellungen findest du im Bereich Kampfsport vergleichen, und wenn die Grundfrage noch offen ist, hilft Welcher Kampfsport passt zu mir.

Häufige Fragen zu Kickboxen und MMA

Muss ich erst Kickboxen können, bevor ich MMA trainiere?

Nein. Anfänger steigen im MMA über die Grundlagen ein, bevor es ins Sparring geht. Vorkenntnisse aus dem Stand helfen, sind aber keine Voraussetzung.

Ist MMA gefährlicher als Kickboxen?

Im Training gelten in beiden Kursen dieselben Regeln: kontrolliertes Sparring, Schutzkleidung, Rücksicht auf den Partner. Der Unterschied liegt in der Bandbreite der Techniken, nicht im Umgangston auf der Matte.

Welcher Kurs verbrennt mehr Kalorien?

Das hängt mehr von deinem Einsatz ab als vom Kurs. Beide Einheiten dauern 90 Minuten und haben einen eigenen Konditionsteil.

Kann ich im MMA einsteigen, wenn ich unsportlich bin?

Ja. Kondition kommt durch das Training, und in den ersten Wochen bestimmst du selbst, wann du eine Pause nimmst. Wer aus einer langen Pause kommt, fährt mit Kickboxen oft etwas ruhiger, weil dort eine Sache nach der anderen dazukommt.

Ab welchem Alter kann ich MMA trainieren?

Der MMA-Kurs ist ein Erwachsenenkurs ab 16 Jahren. Jüngere trainieren im Jugendtraining der Samurai-Gruppe von 9 bis 15 Jahren mit Elementen aus Boxen, Kickboxen, Freistilringen und Brazilian Jiu-Jitsu No-Gi.

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