Kampfsport anfangen

Welcher Kampfsport passt zu mir?

Weitwinkelblick in die Trainingshalle mit blauer Mattenfläche, Sandsackreihe und MMA-Käfig.

Fang bei deinem Ziel an, dann wird die Auswahl schnell klein. Wer sich verteidigen können will, braucht Partnerübungen im Stand, im Clinch und am Boden. Wer fit werden will, kommt mit einem Technik- und Ausdauerkurs schneller dorthin und muss dabei nie einen Treffer einstecken.

Unten stehen erst die fünf Fragen, die die Wahl entscheiden, danach jede Kampfsportart, die es in unserer Kampfsportschule in Aachen gibt. Zu jeder steht auch, wann sie eher nicht zu dir passt. Das spart dir den Umweg über drei Probetrainings in der falschen Gruppe.

Du kannst auch direkt starten: Das Quiz stellt dir ein paar Fragen und schlägt dir in einer Minute einen Kurs vor.

Die 5 Fragen, die die Wahl entscheiden

Nimm dir zwei Minuten und beantworte diese fünf Fragen für dich. Danach bleiben von allen Kursen meist zwei übrig.

  1. Dein Ziel. Selbstverteidigung, Wettkampf, Fitness, Kopf freibekommen oder saubere Technik lernen. Diese Ziele führen zu unterschiedlichen Kursen, und es ist die wichtigste der fünf Fragen. Sei hier ehrlich zu dir.
  2. Dein Kontaktgrad. Willst du Treffer austeilen und einstecken, willst du kontrolliertes Sparring mit Schutzausrüstung, oder willst du gar keinen Körperkontakt? Ohne Kontakt bleibt kampfsportinspiriertes Fitnesstraining wie LES MILLS BODYCOMBAT. Mit Kontakt steht dir alles andere offen.
  3. Stand oder Boden. Schlagen und Treten findet im Stand statt, Hebel und Kontrolle am Boden. Wer beides will, landet beim MMA. Wer sich nicht vorstellen kann, eng am Partner zu arbeiten, bleibt im Stand.
  4. Allein an der Technik oder im Team. Manche kommen wegen der Bewegung und arbeiten gern für sich, andere brauchen Gruppe und Partner. Wing Chun und Kali sind stark partnerbezogen, Kickboxen und Boxen funktionieren auch an Pratze und Sandsack.
  5. Alter und Fitness. Alle Erwachsenenkurse beginnen bei uns ab 16 Jahren, für Jüngere gibt es eigene Gruppen. Deine Ausgangsfitness entscheidet nicht darüber, ob du anfangen kannst, sondern nur darüber, wie sich die ersten Wochen anfühlen.

Jeet Kune Do ist bei uns das Dach über allen Kursen

Jeet Kune Do steht bei uns nicht als eigener Kurs im Plan. Es ist die Denkweise dahinter: nimm, was funktioniert, lass weg, was nicht funktioniert, und binde dich nicht an einen Stil. Deshalb tauchen im Kickboxen Elemente aus dem Wing Chun auf und im Bodenkampf Techniken aus dem Brazilian Jiu-Jitsu und dem Freistilringen. Über die Woche verteilt kommen im Erwachsenentraining 27 verschiedene Kampfsport- und Kampfkunstarten zusammen, darunter Boxen, Kickboxen, Grappling und Kali mit Stockkampf ab 16 und Messerkampf ab 18 Jahren.

Beim Einstieg legst du dich damit auf keinen Stil fest. Wer im Kickboxen anfängt und nach einem halben Jahr merkt, dass ihm der Boden fehlt, hängt eine Einheit Bodenkampf dran.

Kickboxen

Kickboxen ist der übliche Einstieg, wenn du im Stand bleiben willst. Du lernst Schlag- und Tritttechniken, Deckung, Fußarbeit und Kombinationen, trainierst an Pratzen und Sandsäcken und wechselst dabei oft den Partner. Einsteiger und Fortgeschrittene haben eigene Gruppen, du stehst in deiner ersten Woche also nicht zwischen Wettkämpfern.

Das passt, wenn du Ausdauer und Schlagkraft aufbauen willst und einen Einstieg suchst, der ohne Vorkenntnisse sofort funktioniert. Wer Bodenkampf lernen oder Körperkontakt ganz vermeiden möchte, ist hier falsch. Details stehen auf der Seite zum Kickboxen in Aachen.

Boxen

Im Boxen arbeitest du nur mit den Händen. Dafür geht es sehr genau um Körpermechanik, Distanzgefühl, Fußarbeit und Timing. Wer boxen kann, bringt das in jede andere Disziplin mit.

Gut für dich, wenn du gern an Details feilst, schnellere Reflexe willst und eine saubere technische Grundlage suchst. Tritte, Würfe und Bodenarbeit wirst du hier nicht finden. Zum Boxtraining gibt es eine eigene Seite.

MMA

MMA verbindet Schlag-, Tritt-, Clinch- und Bodentechniken. Keine Distanz bleibt aus, und entsprechend lange dauert es, bis alles sitzt. Du arbeitest an vier Bereichen gleichzeitig statt an einem.

Nimm MMA, wenn du das ganze Bild willst, dich auf Bodenarbeit einlässt und Geduld für einen längeren Weg hast. Wer in wenigen Wochen sichtbare Fortschritte in einer einzelnen Disziplin sehen will oder engen Körperkontakt unangenehm findet, fährt mit einem anderen Kurs besser. Mehr dazu unter MMA-Training.

Bodenkampf und Grappling

Im Bodenkampf geht es um Positionen, Kontrolle und Aufgabegriffe. Die Techniken kommen aus dem Brazilian Jiu-Jitsu, dem Freistilringen und dem Kickboxen, trainiert wird No-Gi, also ohne den klassischen Anzug. Geübt wird viel im freien Rollen mit Partner. Geschlagen wird nicht. Vielen fällt der Einstieg deshalb leichter als erwartet.

Passend, wenn du Technik gegen Kraft ausspielen willst, gern tüftelst und dir enger Körperkontakt nichts ausmacht. Wer Abstand zum Partner braucht oder vor allem Schlagtechnik lernen will, sucht sich besser etwas anderes. Auf der Seite zu Bodenkampf und Grappling steht der Rest.

Wing Chun

Wing Chun arbeitet auf kurzer Distanz. Statt Kraft gegen Kraft zu setzen, leitest du Druck um und arbeitest über die Mittellinie. In der Partnerübung Chi Sao lernst du, über den Armkontakt zu reagieren, bevor du etwas siehst.

Das passt, wenn dich Prinzipien mehr interessieren als Kraft, du auf engem Raum handlungsfähig sein willst und gern mit Partner arbeitest. Wer ein schweißtreibendes Ausdauertraining sucht oder auf Wettkampf hinarbeitet, ist woanders besser aufgehoben. Ausführlich steht das auf der Seite zum Wing Chun.

Kali und Escrima

Kali, auch Escrima oder Arnis genannt, kommt von den Philippinen. Trainiert wird der Umgang mit Stock und Messer, dazu waffenlose Techniken, bei uns in den zwei Schwerpunkten Stockkampf und Messertraining. Den Stockkampf trainierst du ab 16 Jahren, den Umgang mit dem Messer ab 18. Der Stock schult vor allem deine Koordination und deinen Blick für Distanz.

Interessant, wenn du etwas lernen willst, das es sonst kaum gibt, und wenn dich Timing reizt. Wer einen klassischen Fitnesskurs erwartet oder mit Trainingswaffen nichts anfangen kann, lässt es besser. Weiter geht es auf der Seite zu Kali und Escrima.

Die Kampfsportarten im direkten Vergleich

Der Kampfsportarten-Vergleich in einer Tabelle: links die Disziplin, daneben das Ziel, das sie am besten bedient, der übliche Körperkontakt und die Frage, ob der Einstieg ohne Vorkenntnisse funktioniert.

KampfsportartStärkstes ZielKörperkontaktEinstieg ohne Vorkenntnisse
KickboxenFitness und Selbstverteidigung im Standmittel bis hoch, Sparring mit Schutzausrüstungja, mit eigenen Einsteigergruppen
BoxenTechnik, Reflexe, Konditionmittel, viel Partnerarbeit an der Pratzeja
MMASelbstverteidigung auf allen Distanzenhoch, Stand und Bodenja, mit Geduld
Bodenkampf (Grappling)Kontrolle, Kraftausdauer, Selbstverteidigung am Bodenhoch, aber ohne Schlägeja
Wing ChunReaktion und Selbstverteidigung auf kurzer Distanzmittel, durchgehend Partnerübungenja
Kali / EscrimaKoordination, Timing, Umgang mit Trainingswaffengering bis mittelja, Stock ab 16, Messer ab 18
LES MILLS BODYCOMBATAusdauer und Koordination ohne Gegnerkeinerja

Zum Vorsortieren reicht die Tabelle. Meist bleiben zwei Zeilen übrig, und die probierst du aus. Wer ganz ohne Gegner trainieren will, schaut sich LES MILLS BODYCOMBAT an.

Für Kinder, Jugendliche, Frauen und Einsteiger über 40

Kinder trainieren bei uns nach Alter getrennt. Die Pandagruppe für 3- bis 5-Jährige arbeitet spielerisch an Koordination, Selbstvertrauen und Regeln. In der Ninja-Gruppe für 6- bis 8-Jährige kommen Elemente aus Boxen, Kickboxen, Freistilringen und Brazilian Jiu-Jitsu dazu. Ab 9 Jahren geht es in die Samurai-Gruppe, das Jugendtraining bis 15 Jahre, mit denselben Elementen in altersgerechter Form, am Boden No-Gi. Alles zu den Kindergruppen steht auf der Seite zum Kindertraining.

Alle Erwachsenenkurse stehen ab 16 Jahren offen. Dazu kommt der Frauenkurs Fitness Kickboxing und Thai-Boxing ab 18 Jahren: Kickbox-Technik an Pratzen und Säcken, Ausdauer und Kraft in einer reinen Frauengruppe.

Für den Einstieg mit 40 oder 50 gilt dasselbe wie für jeden anderen Einstieg, nur mit mehr Zeit zum Aufwärmen. Einen eigenen Alterskurs gibt es bei uns nicht, du wählst in jeder Einheit dein Tempo selbst. Wer aus einer längeren Pause kommt, fährt mit Kickboxen oder Bodenkampf meist besser als mit MMA, weil dort eine Sache nach der anderen dazukommt.

Beim Probetraining findest du es heraus

Das Probetraining ist kostenlos. Du meldest dich vorher an und suchst dir den Kurs aus, der nach diesem Text übrig geblieben ist. Was du mitbringen solltest und wann du da sein musst, steht auf der Seite zum Probetraining.

Wenn du dich zwischen zwei Kursen nicht entscheiden kannst, probier beide aus. Zweimal kostenfrei auszuprobieren ist bei uns ausdrücklich vorgesehen. Wir trainieren in der Jülicher Straße 216 in Aachen. Wer die Schule vorher kennenlernen will, findet auf der Seite über unsere Kampfsportschule, wie wir arbeiten und wer unterrichtet.

Termin sichern

Probetraining buchen

Zweimal kostenfrei mittrainieren, unverbindlich und ohne Vertragsbindung. Such dir hier direkt Kurs und Wunschtermin aus, ganz ohne Seitenwechsel.

Kursplan

Deine Woche im Dojo

Wähle einen Tag aus oder wechsle die Kalenderansicht.

Aktuelle Woche

Verfügbare Trainings

Trainings am gewählten Tag

Kein passender Termin? Weitere Termine

Ohne Kurs, ohne Stundenplan

Fitnessstudio ausprobieren

Such dir einfach einen Tag aus und komm zu unseren Öffnungszeiten vorbei. Wie lange du trainierst, entscheidest du.

  • Freies Training an den Geräten
  • Ohne feste Uhrzeit
  • Kostenfrei und unverbindlich

Geöffnet: Montag - Freitag 09:00-12:00 Uhr, Montag - Freitag 16:00-21:00 Uhr, Samstag 12:00-17:00 Uhr

Häufige Fragen zum Einstieg

Wie oft pro Woche sollte ich als Anfänger trainieren?

Zweimal pro Woche ist der Punkt, an dem Technik hängen bleibt und der Körper sich anpasst. Einmal pro Woche funktioniert auch, dann dauert alles länger. Mehr als dreimal lohnt sich erst, wenn die Grundlagen sitzen.

Kann ich anfangen, ohne jede Vorerfahrung im Kampfsport?

Ja. Jeder Kurs beginnt bei den Grundlagen, und in den Einsteigergruppen sind alle in derselben Lage. Alles, was du in deiner ersten Stunde brauchst, bekommst du in derselben Stunde gezeigt.

Was ist, wenn ich unsportlich bin und schnell aus der Puste komme?

Das ist der Normalfall beim Einstieg und kein Hindernis. Kondition kommt durch das Training. In den ersten Wochen bestimmst du selbst, wann du eine Pause nimmst.

Muss ich sparren, wenn ich das nicht will?

Sparring gehört zu den Kampfsportkursen, kommt aber nicht in der ersten Stunde auf dich zu. Du steigst über Technik und Partnerübungen ein, und wann du zum ersten Mal sparrst, besprichst du mit deinem Trainer. Ganz ohne Kontakt bleibt das kampfsportinspirierte Fitnesstraining.

Ab welchem Alter kann ich einsteigen, und gibt es eine Grenze nach oben?

Die Erwachsenenkurse stehen ab 16 Jahren offen, der Frauenkurs ab 18 Jahren. Kinder trainieren ab 3 Jahren in eigenen Gruppen, Jugendliche von 9 bis 15 Jahren. Nach oben gibt es keine Grenze. Du wählst dein Tempo selbst.

Nächster Schritt

Probier es aus, statt weiterzulesen

Ein Probetraining kostet dich nichts und beantwortet in 90 Minuten mehr als jeder Text. Such dir einen Kurs aus und komm vorbei.

Kostenloses Probetraining buchen